Schwarze Wolken über Montenegro

Kommt ein Schiff mitten in der Nacht in eine Bar…

Nein, war nur ein Scherz. Es heisst natürlich: kommt ein Schiff mitten in der Nacht in Bar, Montenegro an und will einklarieren. Und das war überhaupt nicht lustig!

Max hatte unsere Ankunft in Montenegro schon Tage vorher via Mail bei der zuständigen Behörde angemeldet und so waren wir guten Mutes, als wir weit nach Mitternacht in den Einklarierungshafen Bar einfuhren. Es hatte geheissen, dass wir uns bei unserer Ankunft erst mal bei der Boarder Parol melden müssen.

Wir waren erstaunt, als wir im Hafen eine ganze Armada von Kriegsschiffen und Fregatten vorfanden. Erst dachten wir, dass wir in einem Museumshafen gelandet seien. Denn normalerweise wird man sofort von so genannten Wachbooten verscheucht, wenn man sich einem Kriegsschiff auch nur auf fünf Seemeilen nähert. Aber wir schafften es bis zuhinterst im Hafen, ohne dass jemand Notiz von uns nahm. Es war weit und breit kein Mensch zu sehen.

Und so legten wir ungeniert gleich vor der Polizeistation an. Aber dann materialisierte sich doch plötzlich ein Uniformierter aus dem Nichts und bellte uns auf Montenegrisch heftig an. Hier konnten wir offenbar nicht bleiben. Er forderte uns mit einer Handbewegung dazu auf, gefälligst weiter vorne an der Mole zu parkieren. Na gut, nicht schon am ersten Tag Feinde machen, die sind ganz offensichtlich ordentlich bewaffnet hier. Wir legten uns an besagte Mole, fanden aber, dass dieser Platz zwar für Fähren optimal war. Unser Bootchen aber hatte genau zwischen den grossen Fendern Platz, genau da wo neckische rohe Tragseile für die Befestigung der Jumbo-Fender herausstanden. Hier wollten wir nicht bleiben, nicht mal für fünf Minuten. Am Schluss quetschte der Skipper unser Bootchen hinter einer schönen altmodischen dreimastigen Fregatte an die Mole, argwöhnisch beobachtet vom Uniformi.

Und wie das so üblich war bei uns, holten wir erst mal was Perliges aus der Bilge und kredenzten einen Anleger. Das passte wiederum Uniformi gar nicht. Im Stechschritt kam er daher und bellte uns zu, dass sich der Skipper UMGEHEND bei der Boarder Control zu melden habe, mit Schiffspapieren und Pässen.

Skipper verschwand UMGEHEND im Innern des Bootes, wo er besagte Papiere unter den Arm klemmte und sich höflich bei Uniformi erkundigte, wo denn die Boarder Control sei. Dieser schnellte einen Arm in Richtung Polizeigebäude und Skipper machte sich auf den Weg. Ich lächelte mittlerweile dem das Boot misstrauisch beäugenden Uniformi aufmunternd zu und fragte besorgt „are you o.k.?“ Wortlos drehte er sich um und verschwand.

Bald darauf kam Skipper zurück und meldete, dass im Innern des Gebäudes ein noch harscherer Ton herrsche und er ordentlich zusammengestaucht wurde, weil er keine Crewliste mitgebracht habe. Mittlerweile war es so gegen halb ein Uhr Morgens. Das war aber kein Problem, da wir inzwischen wieder hellwach waren von all dem Hin- und her.

Crewliste!?! Können die hier nicht bis zwei zählen oder was? Ich riet dem Skipper, doch schnell unsere Namen auf einen Zettel zu schrieben und diesen abzugeben. Aber Skipper meinte nur, dass das nicht gut ankommen würde und er keine Lust habe, die Nacht im Kittchen zu verbringen. Und so warf er das Internet an, lud besagte offizielle Crewliste herunter, druckte sie aus, füllte Personalien ein und verschwand wieder Richtung Polizeigebäude. Ich warf ihm noch hinterher, ob ich mit dem Prosecco warten sollte bis er wieder auf freiem Fuss war, aber ich glaub er war schon ausser Hörweite.

Aber wir hatten Glück und Skipper kam bald darauf wieder zum Boot zurück mit der Nachricht, dass wir jetzt fast offiziell in Montenegro angekommen seien, unsere Papiere schienen in Ordnung zu sein. Wie schön. Nur die Crewliste war für nichts gewesen, der Beamte hatte die offiziell vom Hafenmeister ausgestellte Crewliste gemeint…! Na denn noch einmal Prost und gute Nacht. Wenigstens konnten wir hier an der Mole bleiben.

Hier hatten wir am Abend zuvor anlegen wollen…

Am nächsten Morgen begab sich Skipper mit der Bescheinigung der Boarder Control und all den anderen Papieren und Pässen zum Hafenmeister. Dieser erstellte die offizielle Crewliste (wenigstens einer der bis auf zwei zählen konnte). Skipper musste auf den Tag genau angeben, wann wir wieder ausreisen würden und anhand davon wurde die Gebühr für das „Pickerl“ errechnet.

Dann musste Skipper mit einem vom Hafenmeister ausgestellten Einzahlungsschein zur Post, die sich aber praktischerweise im gleichen Gebäude befand, den geschuldeten Betrag einzahlen. Mit der Quittung der Post ging es zurück zum Hafenmeister, der dem Skipper dann die „Pickerl“ und die offizielle Crewliste aushändigte. Mit der Crewliste musste Skipper dann zur Polizei (im gleichen Gebäude). Dort wurde überprüft, ob wir international gesucht wurden. Erst dann gab es grünes Licht für die Einreise nach Montenegro, yay!!

Dann wurden wir noch aufgefordert, uns umgehend mit der  Marina von Bar in Verbindung zu setzen und uns dort anzumelden und den Zollhafen dann sofort zu verlassen. Machen wir doch gerne.

Unglaublich, hier hatte das Beamtentum Griechenland beinahe vom Spitzenplatz in der Hitparade der absurdesten Amtsgänge abgelöst. Aber nur beinahe: in Griechenland wären die Ämter über die ganze Stadt verteilt gewesen…!

In der Marina von Bar wurden wir freundlich und irritiert begrüsst. Offenbar hatte man hier nicht mehr mit Kundschaft gerechnet. Und so konnten wir uns bequem längsseits an eine der leeren Molen legen. Gut fendern mussten wir hier, denn hier war die Tide besser feststellbar als an einem Schwimmsteg.

Wir packten unsere Brommies aus und machten uns auf, Montenegro zu entdecken. Beim Marinaoffice machten wir kurz Halt, um ein paar Informationen zu ergattern, wo hier in der Stadt was war. Auch entdeckte ich freudig einen Container, der mit „Lavanderia“ angeschrieben war. Yeah! Wieder mal saubere Wäsche! Doch der Container war verriegelt. Auf Nachfrage beim Marinero, ob man für’s Benützen der Waschmaschinen einen Schlüssel brauche, meinte dieser nur lahm, dass die Maschinen kaputt seien. Ja, und wann werden sie geflickt? Ein desinteressiertes Schulterzucken zeigte uns, dass man hier die Saison wahrhaftig schon abgeschlossen hatte.

Frustriert machten wir uns per Räder auf den Weg in die Stadt. Dabei trafen wir auf dieses Gebäude. Ich weiss aber bis heute nicht genau, was das eigentlich war. Kirche oder Palast oder Kirchenpalast. Palast mit Kirche? Und die Berge hier machten ihrem Namen alle Ehre. Sogar der Himmel schien schwarz und bedrohlich. Aber es regnete wenigstens nicht. Noch nicht…!

Wir entdeckten, dass Bar offenbar kein historisches Zentrum hatte. Alle Strassen waren wie mit dem Lineal gezogen, viele Geschäfte entlang der Strassen standen leer. Es gab viele Bars und Restaurants, die aber nur spärlich Gäste hatten. Und offenbar galt hier die Maskenpflicht. Man sah nur wenige unmaskierte Gesichter.

Wir entdeckten das wohl hässlichste Einkaufszentrum der Welt…wo es aber nichts zu kaufen gab, da die Öffnungszeiten eher Kunden abschreckte statt sie anzuziehen. Überall liefen streunende Hunde herum, die meisten davon offenbar gechipt und einigermassen gut beieinander.

Zum Glück entdeckten wir ganz in der Nähe einen anderen Supermarkt, der ein schönes Warenangebot hatte und dort konnten wir unsere Satteltaschen füllen. Auch heimisches Schaffen kam nicht zu kurz. Wir erstanden ein paar Flaschen Wein aus der Gegend, die sich als ausgezeichnet entpuppten.

Der fast einzige Lichtblick hier war das kleine Caffe Ciao, das wir und für’s Abendessen ausgesucht hatten. Das war zwar eigentlich eine Pizzeria, doch die Küche jenseits des Pizzagrabens war ausgezeichnet. Max und ich bestellten beide ein Rindsfilet mit Pilzsauce. Das beste Fleisch das ich bis dato in meinem Leben gegessen habe. Nur der Möchtegern-Mitesser zu meinen Füssen irritierte mich leicht. Doch er hielt sich vornehm zurück und verschwand wieder, als er unter unserem Tisch kein Potential mehr sah.

Wir blieben dann noch einen Tag länger, denn wieder einmal mehr mussten wir einen Sturm durchziehen lassen. Denn wer würde schon bei diesen Verhältnissen da draussen rumsegeln!? Nur Irre machen so was… 😉

Am Tag darauf wollten wir weiter. Als Max im Marina Office zahlen wollte, wies man ihn noch darauf hin, dass das Wetter schlecht sei heute und das es gefährlich sei, sich mit den Boot auf dem Meer draussen herumzutreiben…

Wir machten unser Boot bereit zum Auslaufen. Dann entdeckte der Skipper plötzlich eine Leine, die hinter unserem Boot von unserer Mole zu einem Boot auf der anderen Seite gespannt war und uns so die Ausfahrt versperrte. Ja aber Hallo!?! Die Leine war praktisch nicht sichtbar und auch sonst nicht gekennzeichnet.

Da ich eh noch ein paar Sachen entsorgen wollte, ging ich zum Marinabüro und machte die anwesende Dame darauf aufmerksam, dass wir auslaufen wollten, aber eine Leine über die Einfahrt gespannt sei und ob sie nicht veranlassen könnte, dass die Leine wieder weg genommen wird.

Als sie mich daraufhin darüber belehren wollte, dass dies zum Schutz des besagten Bootes geschehen sei und dass letzte Nacht ein Sturm über die Marina weggefegt sei und und und. Mir kam die Galle hoch und ich wies die redegewandte Dame darauf hin, dass sie zumindest verpflichtet gewesen wären, die Leine mit Fendern oder Lichtern zu kennzeichnen. Und ob sie sich schon mal überlegt hat, was passiert wäre, wenn mitten in der Nacht eine erschöpfte Crew vor dem Sturm Schutz gesucht hätte und hier eingefahren wäre…

Das half. Wenig später war ein Marinero zur Stelle, entfernte auf einer Seite die Leine, liess uns passieren und zog die Leine wieder quer über den Hafen. Aber diesmal mit einer Cola- oder Bierbüchse (das konnte ich nicht mehr genau erkennen) in der Mitte als Kennzeichnung. Aaaarrrggghhh!

Wir waren nicht unglücklich als Bar hinter uns lag. Hier herrschte schon Winterschlaf, definitiv! Bar hatte ausser einem Ein- Ausklarierungshafen nicht viel zu bieten. Dafür war die Küste um so spannender. Wir hatten Wind, aber auch Wellen. Aber das machte uns nichts aus. Wir wollten weiter.

Und schon bald näherten wir uns unserem nächsten Ziel an, der Stadt Budva. Sveti Sefan, die berühmte Hotelinsel konnten wir nur von Weitem bewundern. Da war schon alles zu. Und für die Vorstadt von Budva reichte die Distanz aus um zu sehen, dass es nicht sehenswert war.

Doch dann kam die hübsche Altstadt in Sicht und unsere Laune besserte sich schlagartig!

Wir fanden problemlos einen Platz in der Marina Duckley. Schade, dass wieder einmal eine Handvoll Protzpötte die Sicht auf die Stadt versperrten. Und Strom gab es auch nicht an unserem lotterigen Steg. Doch der Marinero versprach uns hoch- und heilig, dass das Problem in zehn Minuten behoben sei. Und der Anblick der von Gummipneu-Fendern verschmutzten AnnaSophie bremste unseren Enthusiasmus zusätzlich aus. Da gab’s nur eine Lösung. Was zum Spülen finden.

Ähm…nicht für AnnaSophie’s Bordwand. Die musste warten. Für die wackere Crew natürlich. Mit Schrecken stellten Skipper One und ich fest, dass wir unsere Handys an Bord vergessen hatten. Denn offenbar war es hier Usus, sich die Zeit bis die Pizza kalt war, mit Handysurfen zu überbrücken.

Lokale gab es entlang der Hafenmole genug. Und das von Todschick bis Urchig Gemütlich. Hier würden wir sicher nicht verdursten. Und ab und zu schien sogar die Sonne!

Doch davon hatte ich nicht viel, ebenso wenig wie von Budva selber. Ich musste arbeiten. Oder besser gesagt, neue Segel generieren. Und Skipper polierte mittlerweile die verwüstete Bordwand. Landstrom gab es immer noch keinen.

Nur am letzten Abend, als ich mein Projekt erfolgreich übermittelt hatte, spazierten wir Abends nach dem Essen noch zur Altstadt hinüber. Auf dem Weg dorthin gab es ein wunderbares Eis. Dann schlenderten wir durch eines der Stadttore und durch die verwinkelten Gassen der Stadt. Die meisten Geschäfte hatten schon zu, aber das machte gar nichts. So hatten wir die schöne Stadt praktisch für uns alleine. Zufrieden wanderten wir zurück zum Schiff. Monenegro war doch nicht so schlecht.

Am nächsten Tag gings dann weiter Richtung Norden. Der Wind hatte genau gereicht, um uns um die Ecke bei Budva zu ziehen und dann war wieder Schluss. Unglaublich. Bis jetzt hatten wir entweder zu viel oder zu wenig Wind gehabt.

Kurz vor unserem Ziel braute sich dann schon wieder ganz schön was zusammen…

Aber wir erreichten unser Ziel, die Bucht von Bigova ohne Regen. In Gegenteil, es wurde noch richtig Sonnig und so konnten wir und beruhigt an die Boje hängen, die uns ein freundlicher Herr schon mal entgegen hielt. Dann wollte er wissen, ob wir an der Boje nur Übernachten wollten oder ob wir auch in der gleich gegenüber liegenden Konoba essen wollten. Der Skipper entschied sich, die Kombüse mal kalt zu lassen und wir sagten zu. Der nette Herr vereinbarte noch eine Zeit mit uns und versprach, uns rechtzeitig abzuholen. Woah! Das nenn ich Service.

Und tatsächlich, pünktlich kam der Mann mit seinem Tender und brachte uns an den Anlegesteg der Konoba. Das war herrlich! Dinieren mit Blick auf das eigene Schiff. Und das Essen  war vorzüglich in der Konoba Grispolis. Es gab eine ganze Pfanne voll mit edlem Fisch, Gemüse, Kartoffeln und Zitronen. Lecker!

Was für ein wunderbarer Abend! Irgendwann führte uns der nette Herr wieder zurück auf unser Boot und wir fielen zufrieden in unsere Kojen.

Am nächsten Tag lief wieder das Schwarzweiss Programm. Und Regen hatten wir als Zugabe. Futsch war die ganze Romantik vom Vorabend.

Wir legten von der Boje ab, setzten das Hauptsegel, drehten dann aber noch ein paar Zusatzkreise in der Bucht, da die Welt vor unserem Bug gerade unterging. Sah doch ganz nett aus, oder?

Befestigungsanlagen Fort Punta d’Ostro und Fort Mamula

Zum Glück mussten wir nur ein kurzes Stück auf dem offenen Meer zurücklegen, denn da war ordentlich was los. Doch schon bald konnten wir in die Bucht von Kotor abbiegen, wo die Wellen schon bald verschwunden waren. Wir packten die Segel ein, denn wir hatten keine Ahnung, was für Verhältnisse in der Bucht herrschen würden. Und tatsächlich, schon bald war der Wind eingeschlafen, aber dafür hatte ein scheusslicher Nieselregen eingesetzt. Naja, das war halt so im Herbst. Langsam hatten wir uns an das ewig schlechte Wetter gewöhnt.

Dafür war die Landschaft beidseits der Bucht ganz schön spannend. Wir sahen alte U-Boot Tunnels und mehrere Militäranlagen in verschiedenen Stadien des Zerfalls.

Der hübsche Ort Rose und gleich dahinter galt es rechts abzubiegen.

Und über Tivat ging ein absolut spektakuläres Unwetter herunter.

Aber wir konnte vorher links abbiegen in den Kanal von Lepetane, an dessen Ende dieses wunderschöne Lighthouse stand. Dort bogen wir wieder rechts ab…

…aber nicht bevor wir das voraus liegende Perast noch bewundern konnten, das wie eingeschüchtert am Fusse eines der Schwarzen Berge kauerte.

Und Links davon konnten wir noch einen Blick auf die beiden Inseln Gospa od Skrpjela (links) und Sveti Dorde (rechts) werfen, bevor wir in entgegen gesetzter Richtung…

…an allerlei hübschen Dörfern und ihren oft waghalsig gelegenen Kirchen vorbei…

…an unserem Ziel, der Stadt Kotor, ihres Zeichens UNESCO Weltkulturerbe, ankamen. Woah! Das sah ja schon mal sehr interessant aus! Vor allem die beeindruckende Stadtmauer, die nicht nur die Stadt umgab, sondern auch noch ein ordentliches Stück des dahinter liegenden Berges.

Es gab hier zwar einen riesigen Quai für (das ist kein Witz!) Kreuzfahrtschiffe, aber für Sportboote gab es genau einen Schwimmsteg. Und der fasste etwa zehn Boote. Wir fanden aber problemlos einen Platz, waren uns aber einig, dass man hier im Sommer keine Chance hatte ohne Reservation!

Wir legten an und entschieden uns, den Anleger in der nur einen Steinwurf vom Steg entfernten Stadt einzunehmen. Kaum hatten wir uns in eine Bar verholt, fing es an wie verrückt zu regnen. Das war ein gutes Timing.

Aber das entdecken der Stadt verschoben wir auf den nächsten Tag, rannten zum Boot zurück, machten auch noch die kleinsten Ritzen dicht. Für heute war uns die Abenteuerlust vergangen.

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