New beginnings?!

Kommt ein Mann in eine Bar und bestellt ein Corona und zwei Hurricanes. Sagt der Kellner: « O.k. das macht 20.20»

Ein Hoch auf den Galgenhumor, den manche Leute entwickelt haben im Verlaufe dieses Jahres!

Meine Familie, meine Freunde und ich sind glücklicherweise gesund und unversehrt durch diese schweren Zeiten gekommen. Dabei war es nicht immer einfach, nicht den Kopf zu verlieren, sondern selbigen Kühl zu bewahren. Wir haben uns geschützt und geschont. Haben umgebucht, umdisponiert und storniert was das Zeug hielt. Wir haben uns auf unserem Balkon eine Mojito Lounge eingerichtet, wo es jeden Tag pünktlich um 16:00 Uhr Ob-genannten, mit Minze zubereiteten Vitamin-Drink gab. Wir haben also tatsächlich Corona mit Coruba bekämpft und haben den ansonsten ja wunderschönen Sommer auf Balkonien verbracht. Und das an einer Vierspurigen Hauptstrasse!

Wir hatten Hafenkino auf dem Trockenen, all den vielen engstirnigen Autofahrern zum Dank, die sich vor unserem Haus gegenseitig im Weg herum manövrierten. Ab und zu spielten wir – risikofreudig wie wir nun mal sind – mit dem Gedanken die alten Fender, die auf dem Dachboden vor sich hin gammelten demonstrativ über das Balkongeländer zu hängen und sprachen, wenn der Wind heftig blies davon, dass wir wohl nächstens mal unsere Sonnenstore reffen müssten. Und am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag hätten wir um ein Haar unsere ausgediente Schiffsflagge gehisst. Hat Spass gemacht, diese kleinen Ausflüge an den Rand des Wahnsinns.

Ihr glaubt mir das mit dem Wahnsinn nicht? Ha! Und wenn ich euch sage, dass ich im Lockdown sogar angefangen habe zu Stricken? Yep, ich, Skipper Too habe eines Tages den Entschluss gefasst, mir mangels navigatorischer Herausforderungen das Stricken beizubringen. Und das hat dank Professor Youtube auch ganz gut geklappt. Und so kam es, dass man mich des Öfteren im Liegestuhl auf dem Balkon antreffen konnte, mit Strickzeug in der einen und Mojito in der anderen Hand. Life is what you make it.

Aber jetzt reicht’s. Wir gehen.

Das heisst, eigentlich fahren wir. Und zwar nach Griechenland, zu unserem Schiff. Und wenn wir da sind – wenn wir überhaupt so weit kommen – dann geht es genau um 180° in die entgegengesetzte Richtung, wo wir dieses Jahr hin wollten.

Wir wollten ja schon im Mai so schön gemütlich Richtung Türkei. Aber diesen Plan haben wir ja dann gleich mal fallen gelassen und gehofft, dass wir wenigstens jetzt im Herbst noch ein wenig auf’s Wasser können.

Ja wo isse denn, unsere AnnaSophie?!?

Ja und jetzt, da die Türkei und Griechenland sich zoffen, segeln wir halt Richtung Norden anstatt Süden. Die paar Grad Kursänderung stecken wir weg wie nix. Aber wo es wirklich hin geht dieses Jahr, das verrat ich noch nicht. Ein Cliffhanger muss einfach sein.

Und ja, ich sag’s ja nicht gerne, aber wenn der eine oder andere unter euch uns die Daumen* drücken könnte, dann wären wir äusserst Dankbar!! Wir halten euch dafür auch auf dem Laufenden.

Hasta la vista, baby…

*Eigentlich wollten wir heute losfahren, aber ein merkwürdiges Geräusch aus dem Radkasten Links Hinten trieb uns in die Autogarage gleich hinter dem Haus und siehe da! Eine Bremsscheibe muss ausgewechselt werden. Abfahrt auf Montag verschoben…

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