Es geht aufwärts!

Der Anfang der Segelsaison ist schon steil und hart…

Nachdem Max und ich endlich wieder auf dem Schiff angekommen waren, haute es uns beide erst mal so richtig wieder in den Grippe Modus zurück. Das vorletzte Wochenende verbrachten wir praktisch im Bauch vom Schiff, niesend, hustend und mit dicken Köpfen. Zum Glück war’s draussen grad schlecht Wetter und so war das nicht weiter schlimm.

Was aber nicht so toll war ist dass sich unsere Pläne, das Schiff aus dem Wasser zu nehmen und den Unterwasserteil vom Schiff zu revidieren zerschlagen haben. Wir konnten uns nicht auf einen Termin einigen mit der Werft. Auf das Hin- und Her und die Diskussionen will ich jetzt nicht weiter eingehen, da würden euch die Gesichter einschlafen.

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Kein Glück bei der Werft. Frustriert zotteln wir wieder ab. Aber wenigstens haben wir einen fahrbaren Untersatz. Danke, Irene und Lilo!!

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Mehr Glück hatten wir beim lokalen Segelmacher, der uns versprach, den kaputten Reissverschluss an unserer Sprayhood rechtzeitig zu ersetzen. Und so nach und nach trafen auch die Pakete ein, die wir noch vor unserer Abreise losgeschickt hatten. Und auch die neuen Solarpanels aus Deutschland fanden den Weg in die Marina, yeah!

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Natürlich gab es auch die eine oder andere Flickarbeit zu erledigen und die neuen Teile mussten montiert werden. Und auch für den Service des Aussenbordmotors fanden wir einen Yamaha Dealer und Service Contractor. Es war also alles in allem eine geschäftige Woche trotz laufender Nasen.

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Und nach all dem Frust und der Arbeit leisteten wir uns am Freitag ein feines Essen. Wir hatten schon ein paar Tage vorher im Restaurant Safari in Praia da Rocha einen Tisch reserviert. Es gab thailändische Spezialitäten! Erst gab es steamed Appetizers und dann Beef Salad with Peanuts und Cucumber Salad.

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Red Snapper an Thai Sauce, himmlisch…! Der Fisch verging so richtig auf der Zunge.

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Cashew Chicken, mmmm….

Und zubereitet wurde das alles von Fatima, die wir schon letztes Jahr kennen gelernt hatten. Die gebürtige Portugiesin hatte jahrelang in der Schweiz gelebt und war nun endgültig mit ihrem Schweizer Ehemann in die Heimat zurückgekehrt, wo sie ihre Leidenschaft zum Beruf machen konnte und nun als Köchin im Safari arbeitet.

Kompliment Fatima, das war wirklich ein exzellentes Essen. Und das in einer so herzlichen Atmosphäre in einem aussergewöhnlich hübschen Restaurant! Wir haben uns jedenfalls für den nächsten Freitag gleich wieder zum Thai Dinner angemeldet.

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Zufrieden und mit vollen Bäuchen traten wir den Heimweg an zum Hafen, wo unser Schiffchen auf uns wartete.

Am nächsten Tag hiess es dann für uns früh raus! Ich hatte mich schon vor ein paar Wochen per Mail zu einem Auffrischungskurs in Sachen Hafenmanövern angemeldet. Eigentlich war ich ja ausgebildeter Skipper und hatte vor langer Zeit mal eine Woche lang Hafenmanöver geübt und geübt.

Aber in den letzten Jahren hatten Max und ich aus Bequemlichkeit so eine Routine entwickelt, in denen ich immer seltener Hafenmanöver fuhr. Er kann es halt einfach besser, warum also soll ich Schiff und Leben riskieren, ist doch viel einfacher so.

Aber dann tauchte immer wieder mal die Frage auf, was passiert wenn es nicht anders geht und ich – aus was für Gründen auch immer – das Schiff einfach einparkieren muss? Eben.

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Und dann war es soweit. Um Punkt 10 Uhr stand Rob von RU Sailing bei uns am Steg. Und nachdem er sich selbst mal kurz und routiniert an das Schiff gewöhnt hatte, ging’s auch schon los. Und schon die ersten kleinen Tricks von Rob verhalfen mir zu einem problemlosen Ausfahren aus der Box.

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Hochkonzentriert versuchte ich, mich an die Anweisungen von Rob zu halten, mit mal mehr…und mal weniger Erfolg. Vorwärts an den Steg parkieren ging noch einigermassen. Aber das Rückwärtsfahren und Rückwärts Manövrieren klappte nicht so nach Wunsch. Der Frustpegel schwankte von moderat bis Masthöhe.

Mir war schnell klar, dass man in einem Tag nicht alles gleich perfekt drauf hat. Mir fehlt halt ganz einfach die Übung. Und das hat Rob uns beiden eingeschärft: dass ich mehr üben muss und mir Schritt für Schritt mein Können aneigne.

Und der letzte Trick, den uns Rob gezeigt hat, wie man nämlich bei Starkwind mit Hilfe einer Leine sein Schiff mühelos an den Steg bringt, das war Weltklasse!!

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Rob, it was really nice of you to squash me in between your weekly couses. Your calmness and the tricks you showed me were priceless. And even though my frustration level was at times as high as AnnaSophies Mast, you brought it down again. You’re one hell of a cool sailerdude! I wish you and your team at RU Sailing all the best.


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Und nach so einer Woche, da muss man einfach mal anhalten und tief Luft holen, die Füsse zurück auf den Boden setzen, den Kopf gut durchlüften und die Augen an den Horizont nageln…

…und dann geht’s wieder.

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