Ich habe Geburtsnacht!

Am 14. September, um genau Mitternacht haben wir die Küste von Holland erreicht und am 15. September, um 2 Uhr Nachts konnten wir in der Marina von Oudeschild auf der Insel Texel auf meinen Geburtstag anstossen!

Warum ihr das alles mit Verspätung erfahrt? Kein Internet. War nix zu machen. Aber inzwischen haben wir das ziemlich wackelige WLAN der Marina doch noch erfolgreich anzapfen können und momentan geht’s.

Die  Überfahrt verlief ohne Probleme und sogar mein Magen wusste sich diesmal zu benehmen (hab ihn einfach k.o. geschlagen mit der doppelten Ration Biodrammina).

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Nach einer anfänglichen Flaute kam plötzlich perfekter Wind aus Nordost auf und wir sausten mit meist 6-8 Knoten direkt unserem Ziel entgegen. Die einzigen Hindernisse waren die vielen Bohrinseln und Tanker, die uns Tag und Nacht auf Trab hielten.

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Ab und zu kam uns ein Tanker oder ein Frachter gefährlich nahe und wir mussten ein Ausweichmanöver einleiten. Aber wenn plötzlich 5’000 – 100’000 (!) Tonnen Stahl/Oel/Fracht im Tiefflug auf einen zukommen, dann verzichtet man ganz gerne auf sein verbrieftes Vortrittsrecht und macht sich schnellstens aus dem Staub.

Und einmal kamen wir bei einem Ausweichmanöver mit einem Fischtrawler einer Bohrinsel zu nahe und dort wurde offenbar ein Alarm ausgelöst. Darauf hin wurden wir von der Zentrale der Bohrinsel höflich angefunkt, ob wir nicht bitte unseren Kurs ändern könnten, da sonst bei ihnen der automatische Alarm “Countermeasures” auslösen würde. Oops!
Dieser Aufforderung kamen wir selbstverständlich gerne nach und machten uns im Winkel von 90° schleunigst vom Acker. Solche Konflikte überlässt man doch lieber Greenpeace, die haben das besser im Griff.

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Aber wie gesagt, ansonsten verlief die Überfahrt gewohnt friedlich und wir konnten die Einsamkeit und die Ruhe auf dem offenen Meer so richtig geniessen. Und ich konnte mich bei meinem 870 Seiten starken Krimi von Seite 389 bis Seite 768 vorarbeiten. Yep, wenn das nicht ein Gewinn ist…

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