The Caledonian

Wieder in Fort Augustus. Und das schon seit zwei Tagen. Und so wie’s aussieht, werden wir auch noch ein Weilchen hier bleiben. Denn wir hatten schlechte Nachrichten heute. Wir haben vernommen, dass die Ersatzteile für unsere vergammelte Kupplung nicht wie geplant am nächten Dienstag in Inverness eintreffen, sondern eine Woche später.

So. Und da sitzen wir nun. Und eigentlich ist es ja ganz nett, so unverhofft eine Woche Ferien von den Ferien machen zu können. Das Problem ist nur, dass uns diese Woche als Spielraum für die Überfahrt nach Holland fehlt. Und das ist eher unangenehm.

Dabei lief es so gut bis jetzt. Wir sind trotz permanent streikender Kupplung bis hier so richtig durch den Kanal hindurch geflutscht. Da wir die Streikintervalle inzwischen so gut einschätzen können, konnten wir die Brücken- und Schleusendurchfahrten gut vorausplanen und daher den fast Boots- und Menschenleeren Kanal so richtig geniessen.

20140823-03Wobei, so die eine oder andere mehr oder weniger schwimmende Kuriosität ist uns schon begegnet…

20140823-02Aber der eigentliche Höhepunkt dieses Streckenabschnitts war unser Stop beim “Corriegour Lodge Hotel” am Loch Lochy. Da konnten wir unmöglich dran vorbeisegeln! Und warum? Weil ich vor fast genau 16 Jahren in diesem Hotel meinen 40sten Geburtstag gefeiert habe! Und wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich 16 Jahre später einmal mit der eigenen Segelyacht hier vorbei kommen würde, dann hätte ich ihm wohl den Vogel gezeigt. Aber das Leben ist manchmal einfach unberechenbar…

20140823-04Schon das Anlegen an den Gästesteg war eher unkonventionell. Da unsere Kupplung wieder einmal streikte, segelten wir bis kurz vor den Steg und liessen uns von den kümmerlichen 5 Knoten Wind an den Steg treiben.

20140823-07Danach ging’s bei Nieselregen den Hang hoch zum Hotel. Hier hatten wir einen Tisch reserviert für’s Abendessen. Und wir wurden nicht enttäuscht. Es war immer noch alles wie früher. Nippes, Plüsch und eine herzerwärmende Gastfreundlichkeit.

20140823-06Und nach dem ausgezeichneten 5- Gang Menü beschlossen wir, unser Frühstück am nächsten Tag auch gleich noch hier zu nehmen. Mit vollem Bauch und Taschenlampe kämpften wir uns also nach dem Dinner wieder zu unserem Schiff zurück und schliefen zufrieden ein.

Am nächten Morgen genossen wir noch ein klassisches “English Breakfast” mit Scrambled Eggs, Toast, Bacon, Black Pudding und alles was halt so dazu gehört. War schon mal was anderes, mal nicht abwaschen zu müssen.

Und als wir der Cefin beim Schwatz kurz vor dem Gehen erzählten, dass wir vor 16 Jahren schon mal hier waren und dass wir jetzt mit dem eigenen Segelboot hier seien und so weiter und so fort, da fiel sie uns doch glatt um den Hals und beglückwünschte uns zu unserem schönen “Lifestyle”. Tja, segeln macht glücklich, wissen wir doch…!

Für Interessierte: www.corriegour-lodge-hotel.com

2 Kommentare
  1. Schottland will euch nicht so schnell ziehen lassen! Alles Gute für die Rückfahrt nach Inverness.. dort wartet ja noch ein Haggis-Essen auf euch !? ;-))
    lieber Gruss
    Barbara

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