Immer dieser Sress beim Chillen

Hab meine Schreibstube auf dem offenen Meer aufgeschlagen. Cool, bei der Hitze ein Freiluftbüro zu haben. Und bei den kümmerlichen 4-9 Knoten Wind geht das problemlos. Trotz Fast-Flaute ist AnnaSophie immer noch mit wackeren 2-3 Knoten unterwegs.

20140711-03Aber eine Flaute hat auch ihre gute Seiten: man kann Dinge tun, die man schon lange tun wollte, oder man kann sich die Kilos wieder anfressen, die man beim Starkwindsegeln verloren hat. Man kann Quallen zählen (zu viel Stress). Oder man kann sich entscheiden, wo man eigentlich hin wollte heute. Weil die Entscheidung vom Morgen, mal so Richtung Südwesten zu segeln reicht höchstens bis sechs Uhr und dann sollte man sich eigentlich entschieden haben. Wir sind noch nicht so weit. Ist ja auch erst halb vier.

Die einzige Action entsteht momentan auf dem Boot, wenn wieder mal ein Seehund seine Nase neugierig aus dem Wasser hebt und uns mit grossen schwarzen Knopfaugen bestaunt. Dann werden hektisch die Kameras gezückt und – Wasser fotografiert. Weil die Viecher bis jetzt immer schneller wieder verschwunden waren als wir schussbereit waren. Aber was soll’s, ein süsser Anblick sind sie alleweil.

20140711-04Und nachdem der Wind doch noch zugelegt hatte und wir uns auf ein Tagesziel einigen konnten, haben wir so gegen sechs Uhr in der Bucht von Hemskilen (59° 4’5.89″N / 10°13’38.73″E, nicht enttäuscht sein) Anker geworfen. Die schöne Umgebung verlockte uns zu einem Ausflug mit dem Dinghi, der aber eher enttäuschen war, denn hier sind – anders als in Schweden – viele Küstenabschnitte Privat und dürfen nicht betreten werden.

20140711-05Also zurück auf’s Boot und den schönen Abend geniessen…

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