Gäste an Bord!

20160606-01Da ist wirklich Wasser, das sind keine fliegenden Fische. Und das ist AnnaSophie’s Mast der sich am Grund spiegelt.

Wir waren im Paradies angekommen. Die Cala Murta (39°56’25.58″N, 3°10’53.86″E) war wohl nicht mehr zu toppen. Als wir ankamen, waren noch eine Handvoll Boote da gewesen, aber inzwischen waren nur noch wir und ein anderes Boot in dieser wunderschönen Bucht.

20160606-03Nach dem Abendessen verfütterten wir noch Restenbrot an die zutraulichen Fische und ab und zu schnappten ihnen die gefrässigen Möwen davon weg. Aber am Schluss waren alle happy.

20160606-04Max und ich gingen später noch mit dem Dinghi an Land und wir wanderten den kleinen Pfad entlang der Bucht bis zum offenen Meer. Max verglich die Bucht mit den französischen Calanques, nur dass es ihm hier besser gefiel.

20160606-05Ein Boot war inzwischen noch dazu gekommen, aber das tat der friedlichen Stimmung keinen Abbruch.

20160606-06Wir erklommen dann den höchsten Punkt, von dem man bis auf die andere Seite sehen konnte. Und das im Hintergrund war die Richtung, die wir am nächsten Tag einschlagen würden.

20160606-07Ach, eigentlich müsste man von hier gar nicht mehr weg. Was konnte es denn noch Schöneres geben!?! Aber wir mussten weiter. Wir hatten ja schliesslich eine Verabredung und die wollten wir einhalten…

20160606-08Und so ging es dann wieder weiter am nächsten Tag, vorbei an der Bahia de Pollensa und der Bahia de Alcudia bis an die östlichste Ecke von Mallorca. Und wir hatten sogar Wind…

20160606-09…der gegen Abend sogar noch auffrischte und wir noch ordentlich Spass haben konnten, bevor wir die Segel kurz vor der Hafeneinfahrt von Cala Ratjada streichen mussten.

20160606-10Und da lagen wir nun, angeleint an der ungemütlichen, schaukeligen Aussenmole im Hafenbecken. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Aber im inneren Bereich der Marina gab es keine Gästeplätze und so mussten wir halt in den sauren Apfel beissen.

Und dann bekam AnnaSophie wieder mal einen ordentlichen Abrieb: Max putze das Schiff Aussen und ich Innen. Die Wäsche delegierten wir ausnahmsweise an eine Wäscherei, da es hier in der Marina keine Laundry gab. Das Boot sollte glänzen für unsere Gäste, die morgen kommen würden.

20160606-11Puh, Verschnaufpause…

20160606-12…bevor wir mit dem Mietauto zum Flughafen fuhren um unsere Gäste abzuholen. Wir hatte uns einen kleinen Gag ausgedacht und ein Schild mit ihrem – total falsch geschriebenen – Namen kreiert. Max stellte sich dann in die Reihe mit den Täfelimännern und ich wartete mit der Kamera ein wenig weiter hinten. Und wir warteten, und wir warteten, und wir warteten…

Der Flieger aus Innsbruck war längst gelandet, aber unsere Gäste erschienen einfach nicht. Was war denn da los? Sie hätten sich sicher gemeldet, wenn sie den Flieger verpasst hätten. Schon eine halbe Stunde standen wir hier und sie kamen einfach nicht durch die Tür.

Aber als ich Max riet, mal sein Handy nach Nachrichten abzusuchen, stellte er fest dass sie ihn doch zu erreichen versucht hatten. Schnell zusammen telefoniert und schon war klar, dass wir zwar am richtigen Ausgang gewartet hatten, sie aber einen anderen Ausgang genommen hatten. Ach du meine Güte!!

20160606-13Und dann war es endlich soweit. Wir konnten unseren Besuch aus dem verregneten Österreich im sonnigen Mallorca begrüssen!

Schnell noch zum Supermercado Vorräte kaufen und dann ging’s mit dem Mietauto zurück nach Cala Ratjada…

20160606-14…wo wir das Happy End unserer Story in einem Restaurant gleich beim Hafen ausgiebig feierten.

Vroni und Norbert würden uns eine Woche lang auf unserer Reise entlang der mallorquischen Küste begleiten. Für sie beide war es das erste mal, dass sie ihren Fuss auf einen Segelyacht setzten. Max und ich waren also nervös und zuversichtlich zugleich, wollten wir es unseren Gästen doch so angenehm und bequem wie möglich machen. Und dass das Schiff wie wild schaukelte und an seinen Leinen zerrte war nicht sehr hilfreich… 🙁

20160606-15Aber die beiden überstanden ihre erste Nacht unbeschadet und schienen keinen Fluchtversuch geplant zu haben und so konnte der Skipper die beiden in allem Wissenswerten rund ums Boot einführen und instruieren.

20160606-16Und nachdem wir abgelegt, die Segel gehisst und bei perfektem Halbwind Richtung Süden unterwegs waren, liess die Spannung merklich nach und wir konnten den sonnigen Tag voll geniessen.

20160606-17Und bald schon konnte sich Norbert als Steuermann versuchen. Und der machte seinen Sache richtig gut – bis der Wind ordentlich auffrischte und Skipper Max das Ruder wieder übernahm.

20160606-18Wir hatten keine grosse Strecke eingeplant für den ersten Tag und schon nach einer Stunde bogen wir in die Cala Canyamel ein, wo wir uns auf Anker legten. Und nachdem wir auf den ersten Tag unter Segeln angestossen hatten, wasserten wir das Dinghi und wir fuhren an Land. Dort kletterten wir den Pfad hoch, der zu den Coves d’Artà führte. Von dort oben hatte wir einen schönen Blick auf die Bucht in der AnnaSophie am Anker hing.

20160606-19Ein Weilchen mussten wir noch warten, bis wir uns einer Führung durch die Höhlen anschliessen konnten.

20160606-20Aber was uns dort erwartete war recht spektakulär. Ich war baff, ich hatte nicht gewusst, dass es in Mallorca solch grosse Höhlen gab!!

20160606-21Wir sahen unter anderem den grössten (22 m) Stalagmiten Europas, einen Wassertropfen, der ein Stalagtit werden wollte…

20160606-22…spukige Durchgänge und organisch anmutende Kalkgebilde…

20160606-23…und in einer der Kammern wurde sogar eine von Klängen aus der Carmaina Burana untermalte Lichtshow geboten und in einer anderen hingen Gespenster von der Decke.

Dieser kleine Landgang hatte sich wirklich gelohnt und zufrieden machten wir uns auf den Rückweg.

20160606-24Und da es immer noch heiss war wie verrückt, liessen wir es uns nicht nehmen, in den schönen Restaurant, das uns schon beim Hinweg aufgefallen war, einzukehren und die grandiose Aussicht (mit AnnaSophie) zu geniessen.

Und dann ging’s zum (leider schon wieder heftig schaukelnden) Schiff zurück, wo uns der Skipper noch ein feines zNacht kochte. Dann genossen wir noch die laue Sommernacht unter unserem Sonnendach und irgendwann waren dann die Lichter aus.

20160606-25Am nächsten Tag konnten dann die Gäste ihre neu erworbenen Segelkenntnisse schon mal umsetzen und bald schon waren wir wieder unterwegs.

20160606-26Es war fast nicht zu glauben, aber es war wieder ein perfekter Segeltag. Der Wind war perfekt, nicht zuviel, nicht zu wenig. Und für Spass und Sonnenbaden auf dem Vorschiff war auch endlich mal Zeit. Das Leben konnte nicht mehr besser werden!!

Oder etwa doch…?

2 Kommentare
  1. Tolle Bilder ! und was für ein fröhliches Team Hubba & Huber (mit Frauen!).
    Die Vorfreude steigt, freue mich riesig, im Spätsommer mitsegeln zu können.
    Hebets guet.
    herzliche Grüsse
    Barbara

    1. Hallo Barbara, Ja, ich freu mich auch darauf, mit euch vielleicht das eine oder andere schöne Plätzchen noch einmal zu besuchen! Ihr könnt ja schon mal ne Wunschliste aufstellen… 😉
      Liebe Grüsse
      Doris

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